Farben und Stimmungen

Wie schon in den letzten Blogposts klar wurde, beeinflussen Farben die Stimmung die wir aus einem Design herauslesen. Diese Stimmung kann passend zum Design und der gewollten Stimmung sein, oder auch etwas ganz anderes vermitteln als wir eigentlich wollen. Mit einem Experiment habe ich nun versucht mit Farben verschiedene Stimmungen zu erzeugen. Dazu habe ich ein Magazinlayout gewählt. Der Artikel behandelt das Thema “Regen bei Nacht” (Quelle: https://www.carpediem.life/31993/regen-bedeutung-2/). Man könnte also mithilfe des Designs nun versuchen, diese Stimmung einzufangen. Das habe ich in einem ersten Versuch ausprobiert. Durch die dunkelblaue Farbwelt könnte die richtige Stimmung vermittelt werden, eine nächtliche, ruhige Stimmung.

(Illustration: Kathrin Honesta, Text: RED)

passende Stimmung durch Farbgebung

Wir das ganze umgefärbt und das mit schwarzer Farbe, kann eine ganz andere Stimmung erzeugt werden. Es wird vielleicht noch immer ein Gefühl von “Nacht” vermittelt. Hier sind die Farben aber zu kräftig gewählt. Das helle weiß auf dunklem schwarz (was im Druck nochmal anders wirken würde) bildet einen zu starken Kontrast und lässt nicht mehr wirklich Platz für das eigentliche Thema.

schwarz/weiß

Schließlich könnten auch ganz andere Farben verwendet werden, die zunächst gar nichts mit dem Thema zu tun haben. In diesem Beispiel habe ich eine Version mit lila/rosa Tönen ausprobiert. In diesem Fall tragen die Farben nicht wirklich zu einer Stimmung bei. Im Gegenteil wirkt das Design so eher unrund und nicht passend, anstatt das gegensätzliche Stimmungen erzeugt werden.

andere Farben erzeugen andere Eindrücke

Als Fazit kann mal also sagen, dass mit den Farben durchaus Thematiken unterstützt werden können, um so ins Thema einzuführen und schon mal eine Grundstimmung herzustellen. Wird das nicht gemacht, geht zwar an Inhalt nichts verloren, an Stimmung jedoch schon. Das ist ungefähr das gleiche, wie an einem heißen Sommertag im Liegestuhl einen Tee zu trinken und im Winter unter der kuschligen Decke ein kühles Getränk mit Eiswürfel zu trinken. Funktioniert zwar aber passt irgendwie nicht ganz zusammen. Ähnlich scheint es im Design zu sein. Emotionales Design und Storytelling sind zwar für den Content oft nicht notwendig, tragen aber einen großen Beitrag zu Stimmungen und der Erfahrung bei.

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