Learnings – Experiment 1

In diesem Blogbeitrag möchte ich allgemeine Learnings bezüglich emotional Design in der Praxis festhalten. Durch ein erstes Experiment in dem ich emotional Design auf Social Media angewandt habe – bzw. versucht habe einen Instagram Account emotionaler zu designen wurden einige grundlegende Konzepte für emotionales Design bestätigt. Zumindest für mich. Durch das Explorieren, ob man einen Feed für ein wenig emotionales Thema emotionalisieren kann, konnte ich einiges Lernen.

Farben erzeugen Stimmung

Klar ist, dass Farben gewisse Stimmungen erzeugen können, das ist nichts Neues. Aber gerade für emotionales Design kann diese Tatsache genutzt werden, um die richtigen Farben für die richtige Stimmung auszuwählen. Ich hab mich für den Instagram Account für die Getreidemühle dazu entschieden mit warmen, pastelligen Tönen zu arbeiten, die aus der Natur inspiriert sind. Zum einen schafft das Verbundenheit zum Thema, zum anderen wird eine frische, sommerliche, fröhliche Stimmung ausgelöst. In den Farben wird die Natur, das Getreide und Wärme aufgegriffen, was einen Feed stimmiger machen kann, als hätte ich dunkle, knallige Farben gewählt. Je nach Farbwahl entsteht also ein anderes Gesamtbild, und somit eine andere Stimmung. Deswegen sind Farben für emotionales Design also auf jeden Fall entscheidend.

Bilder sorgen für Authentizität

Die Auswahl der Bilder kann entscheidend sein. Vergleichen wir Stock Bilder und natürliche, authentische Bilder. Stock Bilder wirken oft sehr gestellt, oder eingefroren in der Bewegung. Es herrscht wenig Dynamik und Freiraum in den Bildern, weshalb auch weniger eine Geschichte durch ein Bild erzählt wird. Werden hingegen Bilder gewählt, die Bewegung enthalten, die nicht gestellt oder perfekt sind, kann eher Authentizität vermittelt werden und die Bilder erzählen Geschichten oder vermitteln Stimmungen. Oftmals ist es nicht möglich, dass jedes Bild Bewegung enthält oder eine Geschichte erzählt, wie ich in meinem Experiment gemerkt habe. Gerade dann ist es wichtig, dass die Bilder eine einheitliche Farbwelt besitzen und zueinander passen und stimmig sind. Wie schon bei den Farben erwähnt – das Gesamtbild ist entscheiden für die Stimmung die vermittelt wird.

Verschiedene Ästhetiken

In den letzten Recherchen hab ich mir immer wieder die Frage gestellt, wie wirklich emotionales Design in der Praxis aussehen kann. Wie kann emotionales Design über reine Ästhetik, Farbwelt und Bildwelt hinausgehen um Stimmung zu vermitteln und Menschen positive oder negative Emotionen zu vermitteln. Dazu habe ich noch keine richtige Lösung oder Anleitung gefunden, aber vermutlich ist es für den Anfang wichtig, dass all diese Teilbereiche zusammenspielen und ein einheitliches, stimmiges Gesamtbild zu schaffen, um den noch einen Schritt weiter zu gehen, um mit Storytelling, Wording etc. ein emotionales Bild zu kreieren. Als kleines zusätzliches Experiment habe ich also unterschiedliche Ästhetiken im Design ausprobiert, weil ich mich gefragt habe ob auch diese verschiedene Stimmungen vermitteln können. Zum einen das Logo, wie es schon feststand. Zum anderen ein sehr florales, verspieltes, feminines Logo, was auf den ersten Blick wenig zum eigentlichen Thema und zu der Firma passt. Trotzdem ist der Versuch interessant, denn vermutlich könnten so ganz unterschiedliche Zielgruppen angesprochen werden, je nach dem wie das Corporate Design aussieht oder wie Verpackungen gestaltet sind. Auch das ist interessant zu bedenken, dass Design immer an die Zielgruppe angepasst sein muss, und so entweder funktionieren kann oder nicht. Genauso ist es mit emotionalen Design. Das kann nur funktionieren, wenn Designs an die Zielgruppe abgestimmt sind und an deren Verständnis von Ästhetik, ansonsten wird man diese Gruppe nicht erreichen.

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