Swarm 1

“Schwarm, umgangssprachliche Bezeichnung für einen großen, einheitlich formierten, dreidimensionalen mobilen Verband …” 

Jedem Studenten wurde die Aufgabe gestellt, sich innerhalb von drei Tagen ein Projekt zu überlegen, welches er/sie über den Master hinweg realisieren möchte. Dass Zeit relativ ist, wusste nicht nur schon Einstein. Drei Tage feiern erscheint einem dann doch etwas ergiebiger als drei Tage für ein gutes Konzept. So saß ich grübelnd auf meiner Couch und bewaffnet mit einem Tee in der Linken und einem Kugelschreiber in der Rechten fing das Rad in mir an sich zu drehen.

Als zentrale Frage versuchte ich als erstes herauszufinden, was mich überhaupt interessiert. Einige A4 Seiten später driftete die Tätigkeit in einen dämmernden Zustand über und mich überkam der Schlaf. Plötzlich fand ich mich in einer absolut anderen Umgebung wieder. Mein Schlaf lockte mich zurück in den Sommer, wo ich fasziniert durch die Unterwasserwelt der kroatischen Küste schnorchelte. Eingebettet in warmen Wasser schwebte ich den fremdartigen Felsformationen entlang um eine Schule kleiner Fische zu verfolgen. Wieder zurück an Land fand ich mich zwar nicht in der Sonne wieder, doch beschäftigte mich in meinem Bett eine andere Frage:

“Wie funktioniert eigentlich ein Schwarm?”

Grundsätzlich folgt ein Schwarm drei Regeln:

  • Bleibt zusammen. Das bedeutet, das einzelne Tier sieht sich immer nach Artgenossen um und schwimmt zu ihnen.
  • Bewege dich in dieselbe Richtung. Das verhindert, dass ein chaotisches Durcheinander entsteht.
  • Halte einen konstanten Abstand. Diese Regel erhöht die Ordnung.

Sofort fragte ich mich selbst, ob und wie sich mit dieser Erkenntnis ein Projekt umsetzen lässt, welches auch noch einen Sounddesign-bezogenen Mehrwert besitzt. Nach kurzem überlegen, kam mir ein Programm in den Sinn, welches ich schon zu einem früheren Zeitpunkt getestet hatte. Sound-particles* ist ein mittlerweile sehr beliebtes “CGI-like” Programm, mit dem man 3D-Objekte in einem Raum erstellen und und diesen verschiedene Sounds zuweisen kann. Dies funktioniert jedoch nur sehr statisch und wird, meines derzeitigen Wissens auch fast ausschließlich in Filmen verwendet. Mir war es jedoch wichtig, dem Projekt einen dynamischen und interaktiven Charakter zu geben und so bildete sich aus der wagen Erleuchtung langsam eine Idee. Und zwar ein abgedunkelter Raum, in welcher Besucher mit einem unsichtbaren, aber hörbaren Schwarm in Kontakt treten können.

*https://soundparticles.com/

https://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/schwarmintelligenz-100.html

https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/schwarm/60107#:~:text=Schwarm%2C%20umgangssprachliche%20Bezeichnung%20f%C3%BCr%20einen,Staren%2C%20Sardinen%2C%20M%C3%BCcken%20usw

Bild:

https://pixabay.com/de/photos/fische-schwarm-unterwasser-1656504/

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